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Schwallbrause: die Kaltwasserdusche mit breitem Wasserschwall

Die Schwallbrause gießt kaltes Wasser als breiten Schwall über dich. Hier liest du, wie du sie nach dem Saunagang nutzt und wie sie sich von anderen Abkühlarten unterscheidet.

In diesem Beitrag

Schwallbrause ist eine Kaltwasserdusche in der Sauna, die das Wasser nicht fein verteilt, sondern als breiten, weichen Schwall aus einer Öffnung oder einem Kübel über dir ausgießt. Sie heißt auch Schwalldusche. In vielen Anlagen findest du sie im Abkühlbereich neben Kneippschlauch, Tauchbecken und Eisbrunnen.

So nutzt du die Schwallbrause

Laut Stiftung Warentest gehst du nach dem Saunagang zuerst kurz an die frische Luft, damit die Atemwege abkühlen. Danach kommt das kalte Wasser. Stiftung Warentest empfiehlt, mit Schwallbrause oder Schlauch fern vom Herzen bei Händen und Füßen zu beginnen. Mit einem Schlauch gelingt das leichter als mit einem Schwall von oben. Viele kühlen deshalb erst Beine und Arme ab und stellen sich dann unter den Schwall. Die Saunaregeln von Bäderland Hamburg raten, den Kopf bei der Schwalldusche auszulassen.

Unterschied zu Kneippschlauch und Tauchbecken

Der Kneippschlauch gibt einen gezielten Strahl, den du Stück für Stück vom Fuß nach oben führst. Der Deutsche Sauna-Bund nennt ihn die schonendste Art abzukühlen, die Schwallbrause kühlt laut Verband aber ebenfalls gut. Sie erfasst eine größere Fläche auf einmal und wirkt dadurch kräftiger. Das Tauchbecken ist der stärkste Reiz, weil Kälte und Wasserdruck zusammenkommen. Wer hohen Blutdruck hat, sollte laut Sauna-Bund und Stiftung Warentest auf das Tauchbecken verzichten. Hast du Vorerkrankungen, klärst du vorher ärztlich, welche Abkühlung für dich passt.

Darauf achtest du

Geh nicht hektisch unter den Schwall, sondern atme ruhig weiter. Steh sicher, denn der Boden im Duschbereich ist oft nass und glatt. Halte dich am Griff fest, wenn es einen gibt. Laut Rainer Brenke, ärztlicher Berater des Deutschen Sauna-Bundes, kühlst du so lange ab, bis du das Wasser nicht mehr als kalt empfindest. Danach trocknest du dich ab, wärmst die Füße in einem warmen Fußbad und gönnst dir eine Ruhephase. Alles zur Reihenfolge findest du im Artikel Abkühlen nach der Sauna.

Häufige Fragen

Wie lange bleibt man unter der Schwallbrause?

Eine feste Zeit gibt es nicht. Rainer Brenke vom Deutschen Sauna-Bund nennt als Richtwert: so lange, bis sich das Wasser nicht mehr kalt anfühlt.

Soll der Kopf mit unter die Schwallbrause?

Bäderland Hamburg rät, den Kopf auszulassen. Viele kühlen das Gesicht lieber getrennt mit den Händen oder am Kneippschlauch.

Verwandte Begriffe: Kneippschlauch, Eisbrunnen, Kneippbecken und Frigidarium. Alle Begriffe findest du im Sauna-Lexikon.