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Heimsauna

Saunasteine: 7 Antworten zu Sorte, Schichten und Wechseln

Ohne Steine kein Aufguss: Sie speichern die Hitze des Ofens und lassen das Wasser verdampfen. Hier erfährst du, welche Steine sich eignen, wie du sie schichtest und wann es Zeit für neue ist.
In diesem Beitrag

Saunasteine machen aus Hitze erst einen Aufguss: Sie speichern die Wärme des Ofens und lassen das Wasser verdampfen. Trotzdem schaut kaum jemand genauer hin, bis die Steine bröseln oder der Dampf schwächer wird. Hier findest du sieben Antworten zu Gesteinsart, Schichten und Wechseln, damit deine Heimsauna gut funktioniert.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Olivin-Diabas ist der Standard.
  2. Keine Steine aus Garten oder Strand.
  3. Größe und Menge legt der Ofen fest.
  4. Locker schichten, Luft lassen.
  5. Bei normaler Nutzung etwa einmal im Jahr wechseln.
  6. Bröselnde und verfärbte Steine aussortieren.
  7. Auf die Steine kommt nur Wasser mit verdünntem Aufguss.

1. Welche Steine eignen sich für die Sauna?

Die gängigste Gesteinsart ist Olivin-Diabas. Der finnische Ofenhersteller Harvia beschreibt ihn als subvulkanisches Gestein aus Westfinnland, das wegen seiner Dichte Wärme gut speichert und wieder abgibt. Er passt laut Hersteller zu allen Ofentypen. Daneben gibt es schwarzen Vulkanit, ein feinkörniges, hartes Gestein, das nass fast schwarz aussieht, und rund geschliffene Olivin-Diabas-Steine für einen weicheren Dampf. Weißer oder roter Granit wird als Dekorstein angeboten, gehört aber nur in die oberste Lage und laut Harvia höchstens in kleiner Menge auf den Ofen. Für die meisten Heimsaunen ist klassischer Olivin-Diabas die solide Wahl. Welche Sorte dein Ofen verträgt, steht in seiner Anleitung.

2. Kann ich Steine aus der Natur nehmen?

Lieber nicht. Ein schöner Stein vom Strand oder aus dem Garten sieht passend aus, ist aber nicht für die Sauna gemacht. Harvia weist darauf hin, dass viele Gesteinsarten ungeeignet sind: Manche können Schadstoffe enthalten, andere halten die ständigen Temperaturwechsel nicht aus. Ein Stein, der im Ofen springt, kann Splitter abgeben, die zwischen die Heizelemente fallen. Kauf deshalb Steine, die ausdrücklich als Saunasteine verkauft werden und zu deinem Ofen passen. Das gilt auch für Deko: Kristalle oder Halbedelsteine haben auf dem heißen Ofen nichts zu suchen, wenn der Hersteller sie nicht ausdrücklich freigibt.

3. Welche Größe und wie viele Steine?

Das entscheidet dein Ofen. Saunasteine gibt es meist in Körnungen wie 5 bis 10 oder 10 bis 15 Zentimeter. Welche Größe und wie viele Kilogramm dein Modell braucht, steht in der Anleitung. Mehr ist hier nicht besser: Laut Harvia behindern zu viele Steine die Luftzirkulation, zu wenige sorgen dagegen für ein schwächeres Saunaerlebnis. Bei Elektroöfen spielt die Größe außerdem eine Rolle für die Heizstäbe, die zwischen den Steinen liegen. Wenn die Anleitung fehlt, etwa bei einer gebrauchten Sauna, frag beim Hersteller nach. Einen Überblick über das übrige Zubehör findest du im Artikel Heimsauna einrichten.

4. Wie schichte ich die Steine richtig?

Locker und mit Luft dazwischen. Harvia rät, die Steine nicht in den Ofen zu werfen und nicht hoch aufzutürmen, sondern so zu legen, dass Luft zirkulieren kann.

  • Steine vorher waschen und trocknen lassen.
  • Runde Steine und Dekorsteine nur in die oberen Lagen.
  • Bei Elektroöfen keine Steine zwischen die Heizstäbe klemmen, sondern die Stäbe mit den Steinen stützen.
  • Keine Steine auf den Rahmen des Ofens legen.

Neue Steine können beim ersten Aufheizen nach Stein riechen. Heiz die Sauna dann einmal auf und gieß Wasser über die Steine, damit sich der Geruch verflüchtigt.

5. Wie oft muss ich Saunasteine wechseln?

Das hängt davon ab, wie oft du saunierst. Harvia nennt eine Faustregel: Wer im Schnitt zweimal pro Woche sauniert, sollte die Steine einmal im Jahr wechseln. Mindestens einmal im Jahr solltest du sie außerdem herausnehmen und neu schichten, bei häufiger Nutzung öfter. Der Grund: Durch die ständigen Temperaturwechsel bröseln die Steine langsam und sacken im Steinkorb zusammen. Dann zirkuliert die Luft schlechter. Gute Luftzirkulation sorgt laut Hersteller für ein besseres Saunaklima, und die Heizelemente halten länger. Plane den Wechsel am besten fest ein, zum Beispiel vor dem Start in die Saunasaison im Herbst.

6. Woran erkenne ich verbrauchte Steine?

Steine, die gebrochen, bröselig oder verfärbt sind, gehören laut Harvia aussortiert und ersetzt. Ein weiteres Zeichen sind lose Bruchstücke und Grus unter dem Ofen. Ein einfacher Test: Klopf zwei Steine gegeneinander. Klingen sie hohl oder bekommen sie Risse, sind sie verbraucht. Entferne beim Umschichten auch den Staub und kleine Bruchstücke vom Boden des Ofens, denn feiner Grus kann dem Ofen schaden. Nimm die Steine nur heraus, wenn der Ofen ausgeschaltet und vollständig abgekühlt ist, und trag dabei am besten Arbeitshandschuhe. Sind viele Steine beschädigt, ist es meist einfacher, alle auf einmal zu tauschen, statt einzelne nachzulegen.

7. Was darf auf die heißen Steine?

Nur Wasser, und Duft nur verdünnt darin. Aufgusskonzentrate und ätherische Öle gehören nie pur auf die Steine. Sie kommen ins Aufgusswasser, in der Menge, die auf dem Etikett steht. Bei unserem Saunaaufguss Zirbe Alpine Soul sind das 2 bis 4 Verschlusskappen auf 1 Liter Wasser. Für Menthol gilt das genauso: Unser Sauna Ice mit flüssigem Menthol ist für eiskalte Aufgüsse gedacht und wird ebenfalls im Aufgusswasser verdünnt. Gieß in die Mitte der Steinschicht, nicht auf Verkleidung oder Fühler. Typische Fehler beschreibt der Artikel Saunaaufguss dosieren, für Menthol 7 Fehler beim Menthol-Aufguss.

Häufige Fragen

Wie viele Saunasteine brauche ich?

Das steht in der Anleitung deines Saunaofens, meist als Angabe in Kilogramm. Halte dich daran, denn zu viele Steine behindern die Luftzirkulation.

Muss ich neue Saunasteine waschen?

Ja. Harvia empfiehlt, die Steine vor dem Einschichten zu waschen und trocknen zu lassen. Ein leichter Steingeruch beim ersten Aufheizen verfliegt nach einem Aufguss mit Wasser.

Darf ich ätherisches Öl direkt auf die Steine tropfen?

Nein. Ätherische Öle und Aufgusskonzentrate kommen immer verdünnt ins Aufgusswasser, nie pur auf die heißen Steine.

Düfte für deinen nächsten Aufguss findest du in der Kollektion Saunaaufgüsse. Wie der Aufguss zu Hause gelingt, erklären unsere 8 Regeln für den Aufguss in der Heimsauna.