Die Kabine steht, aber was gehört eigentlich alles dazu? Beim Sauna Zubehör für die Heimsauna verliert man schnell den Überblick. Mit dieser Liste weißt du, welche Ausstattung du wirklich brauchst und worauf du bei der Auswahl achten kannst.
Auf einen Blick
- Kabine und Ofen vom Fachbetrieb
- Thermometer, Hygrometer und Sanduhr
- Aufgusseimer oder Aufgussbecher
- Eine Saunakelle
- Saunaaufgüsse für den Duft
- Eine Kopfstütze für die Bank
- Saunatücher als Unterlage
- Eine Abkühlmöglichkeit
- Ein ruhiger Platz zum Nachruhen
- Pflege- und Reinigungsutensilien
1. Kabine und Ofen vom Fachbetrieb
Die Basis jeder Heimsauna ist die Kabine mit passendem Ofen. Ob elektrisch beheizt oder mit Holz: Aufbau, Elektroanschluss und Abstände zu Wänden und Decke sind Sache eines Fachbetriebs. Ein Saunaofen muss nach den Vorgaben des Herstellers installiert und angeschlossen werden. Lass dich am besten schon in der Planungsphase beraten, zum Beispiel zur Größe der Kabine, zur Belüftung und zum Standort. Diese Liste konzentriert sich deshalb bewusst auf die Ausstattung, die du selbst auswählen und ergänzen kannst, sobald die Kabine fachgerecht steht.
2. Thermometer, Hygrometer und Sanduhr
Ein Thermometer zeigt dir, wie warm es in der Kabine ist. Ein Hygrometer misst die Luftfeuchtigkeit, die nach einem Aufguss spürbar ansteigt. Beides hilft dir, deine Sauna besser kennenzulernen und die Temperatur so einzustellen, wie sie sich für dich gut anfühlt. In der klassischen finnischen Sauna liegt sie meist zwischen 80 und 100 Grad. Eine Sanduhr an der Wand ist praktisch, weil du dein Handy draußen lassen kannst. Ein Saunagang dauert üblicherweise 8 bis 15 Minuten. Hör dabei immer auf dein Körpergefühl und geh früher raus, wenn es dir zu viel wird.
3. Aufgusseimer oder Aufgussbecher
Für den Aufguss brauchst du ein Gefäß, in dem du Wasser und Duft mischst. Klassisch ist ein Holzkübel. Wer lieber mit kleineren Mengen arbeitet oder mehrere Düfte nacheinander vorbereiten möchte, greift zu Bechern. Mit dem Aufgussbecher 3er Set kannst du zum Beispiel drei Aufgüsse vorbereiten und musst während der Session nicht nachmischen. Achte bei jedem Gefäß darauf, dass es hitzefest ist und gut in der Hand liegt. Stell es so ab, dass niemand darüber stolpern kann.
4. Eine Saunakelle
Mit der Kelle verteilst du das Aufgusswasser gleichmäßig auf den heißen Steinen. Ein langer Stiel sorgt für Abstand zum Ofen, denn der aufsteigende Dampf ist sehr heiß. Gieß lieber in mehreren kleinen Portionen als alles auf einmal. So verdampft das Wasser gleichmäßiger und der Duft verteilt sich nach und nach in der Kabine. Eine Saunakelle gehört deshalb zur Grundausstattung, sobald du Aufgüsse machen möchtest. Nach dem Saunieren lässt du sie einfach an der Luft trocknen.
5. Saunaaufgüsse für den Duft
Ein Aufguss bringt Dampf und Duft in die Kabine. Viele empfinden Nadelholznoten wie Zirbe oder Weißtanne als besonders passend, andere mögen frische Minze oder Zitrusdüfte. Wichtig: Gib ätherische Öle oder Aufgusskonzentrate nie pur auf die heißen Steine, sondern immer verdünnt ins Aufgusswasser. Halte dich bei der Dosierung an die Angabe auf dem Etikett. Eine Auswahl findest du bei den Saunaaufgüssen. Wie ein Aufguss Schritt für Schritt gelingt, liest du im Beitrag zum Aufguss-Ritual.
6. Eine Kopfstütze für die Bank
Gerade wenn du im Liegen saunierst, macht eine Kopfstütze einen spürbaren Unterschied. Der Kopf liegt erhöht, der Nacken muss nicht auf der harten Kante der Bank ruhen. Holz ist in der Kabine das naheliegende Material, weil es sich auch bei hohen Temperaturen angenehm anfühlt. Die Sauna Kopfstütze aus Holz legst du einfach auf die Saunabank und nimmst sie nach dem Gang wieder heraus. Ob du lieber liegst oder sitzt, ist Geschmackssache. Mehr dazu findest du im Artikel Liegen oder Sitzen.
7. Saunatücher als Unterlage
Auch in der eigenen Sauna gilt: kein Hautkontakt mit dem Holz. Leg dir ein Handtuch so unter, dass dein ganzer Körper inklusive Füßen darauf liegt. Das schont die Bänke, weil Schweiß nicht ins Holz einzieht, und ist hygienischer, wenn mehrere Personen die Sauna nutzen. Plane pro Person mindestens ein großes Tuch für die Kabine und ein zweites zum Abtrocknen nach dem Duschen ein. Ein Bademantel oder ein Poncho hält dich in den Ruhephasen warm. Wasch die Tücher regelmäßig, damit sie frisch bleiben.
8. Eine Abkühlmöglichkeit
Nach jedem Saunagang folgt die Abkühlung. Ideal sind zuerst ein paar Minuten an der frischen Luft, zum Beispiel auf dem Balkon, an einem offenen Fenster oder im Garten. Danach eine kalte Dusche. Beginne dabei herzfern an Füßen und Händen und arbeite dich langsam zum Körper vor. Wenn du keinen Platz für eine Schwallbrause oder ein Tauchbecken hast, reicht eine normale Dusche mit Handbrause völlig aus. Plane den Weg von der Kabine zur Dusche so, dass er kurz und rutschfest ist.
9. Ein ruhiger Platz zum Nachruhen
Die Ruhepause gehört genauso zum Saunieren wie die Hitze. Gönn dir nach dem Abkühlen mindestens so viel Zeit zum Nachruhen, wie du in der Kabine warst. Eine Liege oder ein Sessel, eine warme Decke und etwas zu trinken reichen schon. Viele mögen dabei ein Kissen mit natürlicher Füllung, etwa ein Zirbenkissen aus Wollwalk. Trink zwischen den Gängen ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee. Ideen für die Gestaltung findest du im Beitrag Saunaruheraum zuhause.
10. Pflege- und Reinigungsutensilien
Damit deine Heimsauna lange schön bleibt, braucht sie etwas Pflege. Lass die Tür nach dem Saunieren offen, damit die Kabine gut auslüftet und trocknet. Wisch Bänke und Boden regelmäßig mit klarem Wasser oder einem milden Reiniger ab. Eine weiche Bürste hilft bei hartnäckigeren Stellen. Kontrolliere die Saunasteine von Zeit zu Zeit und tausche brüchige Steine aus. Bei allem, was den Ofen oder die Elektrik betrifft, gilt wieder: Halte dich an die Herstellerangaben und wende dich bei Fragen an einen Fachbetrieb.
Häufige Fragen
Kann ich meine Heimsauna selbst anschließen?
Den Elektroanschluss des Saunaofens sollte immer ein Fachbetrieb übernehmen. Das gilt auch für den Einbau und die Prüfung der Abstände. So bist du auf der sicheren Seite.
Welches Sauna Zubehör brauche ich zuerst?
Für den Anfang reichen Thermometer, Sanduhr, Handtücher und eine Abkühlmöglichkeit. Wenn du Aufgüsse machen möchtest, kommen Aufgussgefäß, Kelle und ein Saunaaufguss dazu.
Wie oft sollte ich in die Heimsauna?
Das hängt von dir ab. Viele saunieren ein- bis dreimal pro Woche mit zwei bis drei Gängen. Bei Fieber oder Infekten bleibst du draußen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder in der Schwangerschaft kläre das Saunieren vorher ärztlich ab.
Passendes Zubehör findest du in der Kollektion Sauna- und Aufgusszubehör. Wenn du gerade erst anfängst, lies auch unseren Sauna-Leitfaden für Einsteiger.
