Ein Saunafass im Garten ist im Winter am schönsten: drinnen Wärme und Duft, draußen klare, kalte Luft. Gleichzeitig bringt die Kälte ein paar Besonderheiten mit, vom längeren Aufheizen bis zum glatten Weg zurück ins Haus. Mit diesen sieben Tipps bist du gut vorbereitet und kannst deine Wintersauna in Ruhe genießen.
Auf einen Blick
- Mehr Zeit zum Aufheizen einplanen
- Den Weg zum Fass sicher machen
- Warm hin und warm zurück
- Den Kopf mit einer Saunamütze schützen
- Den Aufguss drinnen vorbereiten
- Bewusst abkühlen
- Das Fass nach dem Saunieren pflegen
1. Mehr Zeit zum Aufheizen einplanen
Bei Minusgraden braucht ein Saunafass länger, bis es seine Temperatur erreicht. Holz, Bänke und Luft starten deutlich kälter als im Sommer, und über die Außenwände geht Wärme verloren. Plane deshalb mehr Vorlaufzeit ein und halte die Tür während des Aufheizens geschlossen. Bei einem Holzofen gilt: trockenes Brennholz nutzen und den Ofen nie unbeaufsichtigt lassen. Asche erst entsorgen, wenn sie vollständig abgekühlt ist, und dafür einen Metalleimer verwenden. Wie lange dein Fass im Winter braucht, merkst du nach ein, zwei Abenden. Die Hinweise des Herstellers zu Ofen und Betrieb bei Frost haben dabei immer Vorrang.
2. Den Weg zum Fass sicher machen
Der Weg zwischen Haus und Fass ist im Winter oft der gefährlichste Teil des Abends. Nach dem Saunagang bist du oft entspannter und langsamer unterwegs, und nasse Fußsohlen auf vereisten Platten sind keine gute Kombination. Räume Schnee und Eis rechtzeitig, streue bei Bedarf und sorge für ausreichend Licht, damit du Stufen und Kanten gut siehst. Feste Badeschuhe mit rutschfester Sohle sind sinnvoller als barfuß oder in Socken. Lege dir alles, was du brauchst, schon vorher bereit, damit du nicht mehrmals hin- und herlaufen musst. Eine Fußmatte vor der Tür hält Schnee und Matsch aus dem Fass.
3. Warm hin und warm zurück
Wer im Handtuch durch den verschneiten Garten läuft, kühlt schneller aus, als ihm lieb ist. Zieh dich für den Weg warm an und nimm etwas mit, in das du nach dem Abkühlen und in der Ruhepause schnell hineinschlüpfen kannst. Ein Bademantel funktioniert, praktischer ist oft ein Poncho, weil du dich darunter auch umziehen kannst. Unser Surfer Poncho ist genau dafür gedacht: zum Umziehen und Aufwärmen. Häng ihn nicht ins Fass, sondern an einen trockenen Haken in der Nähe, damit er warm und trocken bleibt. Eine Decke auf der Liege im Haus oder auf der Terrasse macht die Ruhepause zusätzlich gemütlich.
4. Den Kopf mit einer Saunamütze schützen
Warme Luft steigt nach oben, und im runden Fass sitzt der Kopf oft nah an der Decke. Gerade dort spüren viele die Hitze besonders deutlich. Eine Saunamütze aus Wolle schirmt den Kopf ab, sodass sich der Saunagang für viele angenehmer anfühlt. Unsere Saunamütze stone ist aus Bio-Wollwalk aus GOTS-zertifizierter Schafschurwolle und wird in Lüneburg in Kooperation mit der Lebenshilfe von Hand genäht. Sie passt bis 62 cm Kopfumfang. Nach dem Saunieren lässt du sie auslüften. Bei Bedarf wäschst du sie kalt von Hand, nicht in der Maschine und nicht im Trockner. Ob du wirklich eine brauchst, klärt der Artikel Brauche ich wirklich eine Saunamütze?
5. Den Aufguss drinnen vorbereiten
Aufgusswasser, das über Nacht im Fass oder im Garten steht, ist im Winter schnell gefroren. Rühre den Aufguss deshalb im Haus an und nimm ihn kurz vor dem Saunagang mit. Die Aufgussflasche bleibt drinnen, so musst du sie nicht ständig in die Kälte tragen. Mit einem Aufgussbecher-Set kannst du mehrere Düfte für den Abend vorbereiten. Zur Jahreszeit passt zum Beispiel unser Winter Nights mit Zimt, Sternanis und Bratapfel. Wie immer gilt: Dosierung laut Etikett, verdünnt im Wasser, nie pur auf die Steine. Nach dem Saunieren Kübel und Becher wieder mit ins Haus nehmen.
6. Bewusst abkühlen
Draußen wartet die Abkühlung direkt vor der Tür. Trotzdem lohnt es sich, nichts zu überstürzen. Kühle dich zuerst ein paar Minuten an der frischen Luft ab und gehe dann mit kaltem Wasser weiter, herzfern beginnend, also an Füßen und Händen. Wer im Schnee abkühlen oder ins Eisbad möchte, sollte das langsam angehen und nie allein ausprobieren. Danach zügig abtrocknen und warm einpacken. Gönn dir eine Ruhepause und trink ausreichend Wasser oder einen warmen Tee. Mehr zum Wechsel von warm und kalt liest du im Artikel Sauna und Eisbad im Wechsel.
7. Das Fass nach dem Saunieren pflegen
Nach jedem Saunagang ist Feuchtigkeit im Fass, und im Winter trocknet sie langsamer. Lass die Tür nach dem Saunieren eine Weile offen, solange das Holz noch warm ist, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Handtücher und Bademäntel nimmst du mit ins Haus. Wische Pfützen auf Bänken und Boden weg. Wenn du eine Außendusche oder Wasserleitungen am Fass hast, schütze sie vor Frost oder entleere sie, wie es der Hersteller empfiehlt. Bei viel Schnee lohnt sich ein Blick aufs Dach, ob sich größere Mengen ansammeln. Auch hier gelten die Hinweise des Herstellers.
Häufige Fragen
Kann ich ein Saunafass bei Minusgraden nutzen?
In der Regel ja. Plane mehr Zeit zum Aufheizen ein und beachte die Hinweise des Herstellers zum Betrieb bei Frost. Viele mögen die Wintersauna sogar besonders, weil der Unterschied zwischen drinnen und draußen so deutlich ist.
Wie lange sollte ein Saunagang im Winter dauern?
Wie sonst auch meist 8 bis 15 Minuten, üblich sind zwei bis drei Gänge. Hör auf deinen Körper und verlasse das Fass, wenn dir die Hitze unangenehm wird.
Was ziehe ich auf dem Weg zum Fass an?
Rutschfeste Badeschuhe und etwas Warmes zum Überziehen, zum Beispiel einen Poncho oder Bademantel.
Passende Mützen findest du in unserer Kollektion Saunamützen. Weitere Ideen für die Wintermonate liefern die 7 Sauna-Rituale für die dunkle Jahreszeit.
