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Saunamütze: 7 Gründe, warum sie mehr als Deko ist

Sauna-Zubehör & Rituale

Saunamütze: 7 Gründe, warum sie mehr als Deko ist

Der Kopf sitzt in der Sauna in der heißesten Zone und wird oft als Erstes unangenehm warm. Eine Mütze aus Wolle puffert die Hitze, nimmt Feuchtigkeit auf und schont die Haare. Sieben Gründe und die wichtigsten Pflegetipps.
In diesem Beitrag

In der russischen Banja gehört sie traditionell dazu, in deutschen Saunen sieht man sie immer häufiger: die Saunamütze. Ist das nur ein Accessoire oder steckt mehr dahinter? Hier sind sieben Gründe, warum eine Mütze aus Wolle in der Sauna sinnvoll ist, und wie du sie richtig trägst.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Der Kopf sitzt in der heißesten Zone.
  2. Wolle bremst die Hitze.
  3. Wolle nimmt Feuchtigkeit auf.
  4. Wolle ist schwer entflammbar.
  5. Die Mütze schont deine Haare.
  6. Saunahut oder Saunamütze: Walk ist weicher als Filz.
  7. Richtig tragen und pflegen ist einfach.

1. Der Kopf sitzt in der heißesten Zone

Heiße Luft steigt nach oben. In der Kabine ist es unter der Decke deshalb deutlich wärmer als am Boden. Auf der oberen Bank sitzt dein Kopf genau in dieser Zone, während die Füße es kühler haben. Viele merken das als Erstes: Der Körper fühlt sich noch gut an, aber der Kopf wird unangenehm heiß, und man verlässt die Kabine früher als geplant. Eine Saunamütze setzt genau hier an. Sie schützt den Kopf vor der direkten Hitze, ohne dass du auf die obere Bank verzichten musst. Wichtig: Die Mütze ändert nichts an den Signalen deines Körpers. Wenn dir schwindelig oder übel wird, gehst du raus.

Besonders deutlich spürst du den Unterschied beim Aufguss. Wenn heißer Dampf durch die Kabine zieht und mit dem Tuch verwedelt wird, trifft die Hitzewelle zuerst den Kopf. Mit Mütze bleibt das für viele angenehmer, und sie können den Aufguss bis zum Ende genießen.

2. Wolle bremst die Hitze

Wolle leitet Wärme schlecht. Die gekräuselten Fasern schließen viele kleine Luftpolster ein, und diese Luft bremst den Wärmetransport von der heißen Saunaluft zur Kopfhaut. Die Mütze hält den Kopf also nicht kalt, sie sorgt dafür, dass er sich langsamer aufheizt. Unsere Saunamütze besteht aus Bio-Wollwalk aus GOTS-zertifizierter Schafschurwolle. Sie wird in Lüneburg in Kooperation mit der Lebenshilfe von Hand genäht und ist für Kopfumfänge bis 62 cm gemacht.

3. Wolle nimmt Feuchtigkeit auf

In der Sauna schwitzt du, und beim Aufguss zieht feuchter Dampf durch die Kabine. Wolle kann Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Das hat einen praktischen Nebeneffekt: Schweiß läuft nicht so leicht von der Stirn in die Augen. Wer dabei mehr Halt möchte, legt ein Stirnpad in die Mütze. Baumwolle wird dagegen schnell nass und schwer. Auch deshalb ist ein einfaches Handtuch auf dem Kopf keine gute Alternative zur Wollmütze.

4. Wolle ist schwer entflammbar

Ein Punkt, an den kaum jemand denkt: Wolle hält Hitze gut aus. Laut Woolmark entzündet sich Wolle erst bei 570 bis 600 °C. Zum Brennen braucht sie einen Sauerstoffanteil von etwa 25,2 Prozent, die Luft enthält nur rund 21 Prozent. Entfernt man die Flamme, erlischt Wolle von selbst. Sie schmilzt nicht und kann deshalb nicht auf der Haut kleben, anders als viele Kunstfasern. In der Sauna kommt es auf diese Werte im Alltag nicht an, aber sie zeigen, warum Wolle seit Langem das Material für Saunamützen ist.

5. Die Mütze schont deine Haare

Wer regelmäßig sauniert, kennt trockene, strohige Spitzen. Hitze und Schweiß setzen den Haaren zu, besonders wenn sie lang sind und offen auf der heißen Bank liegen. Eine Mütze schützt die Haare vor der direkten Hitze. Am besten steckst du lange Haare hoch und schiebst sie unter die Mütze. Was du sonst noch für deine Haare tun kannst, liest du in Haare in der Sauna schützen: 7 Tipps gegen trockene Spitzen.

6. Saunahut oder Saunamütze: Walk ist weicher als Filz

Gemeint ist dasselbe: eine Kopfbedeckung aus Wolle für die Sauna. Klassische Saunahüte sind aus gepresstem Filz, oft steif und mit Krempe. Wollwalk ist gestrickte Wolle, die mit Wasser und Wärme verfilzt wird. Sie bleibt weich, passt sich der Kopfform an und schützt auch Ohren und Nacken. Ein Filzhut behält seine Form, eine Walkmütze lässt sich dagegen auch mal in die Saunatasche stopfen, ohne Knicke zu bekommen. Welche Form zu dir passt, ist Geschmackssache. Die Unterschiede im Detail erklären wir in Saunahut oder Saunamütze?

7. Richtig tragen und pflegen ist einfach

Setz die Mütze auf, bevor du die Kabine betrittst, und zieh sie so weit herunter, dass Kopf und Ohren bedeckt sind. Du kannst sie trocken tragen oder vorher kurz in kaltes Wasser tauchen und gut ausdrücken. Zwischen den Gängen hängst du sie locker auf. Oft reicht es, die Mütze nach dem Saunatag an der frischen Luft auszulüften. Wenn du sie wäschst, dann von Hand in kaltem Wasser, zum Beispiel mit dem REFRESH+ Saunamützen-Waschmittel. Waschmaschine und Trockner meidest du, sonst verfilzt die Wolle weiter und die Mütze läuft ein. Mehr dazu in Saunamütze waschen.

Häufige Fragen

Brauche ich in der Sauna wirklich eine Mütze?

Nein, Pflicht ist sie nicht. Wer oben sitzt, lange Haare hat oder oft zu Aufgüssen geht, merkt den Unterschied aber deutlich. Acht ehrliche Antworten findest du in Brauche ich wirklich eine Saunamütze?

Darf ich die Saunamütze in die Waschmaschine geben?

Besser nicht. Wollwalk kann in der Maschine weiter verfilzen und einlaufen. Lüfte die Mütze aus und wasch sie bei Bedarf von Hand in kaltem Wasser.

Welche Größe hat die Saunamütze?

Unsere Saunamütze ist für Kopfumfänge bis 62 cm gemacht. Durch den weichen Walk passt sie sich der Kopfform an.

Alle Farben, den Doppelpack und die personalisierte Variante findest du in unserer Kollektion Saunamützen. Was sonst noch in die Saunatasche gehört, steht in Saunazubehör: 10 Dinge für die Saunatasche.