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Heimsauna

Sauna reinigen: 7 Schritte für Holz, Bänke und Ofen

Saunaholz ist empfindlich, und der falsche Reiniger kann mehr schaden als nützen. Wir zeigen dir in sieben Schritten, wie du Wände, Bänke, Boden, Ofen und Steine pflegst, gestützt auf Hinweise eines Saunaherstellers und des Fachhandels.
In diesem Beitrag

Holz, Schweiß und Wasser: In einer Heimsauna kommt mit jedem Gang etwas zusammen. Wer regelmäßig sauber macht, hat länger Freude an der Kabine und muss seltener gründlich ran. Diese sieben Schritte zeigen dir, wie du Holz, Bänke, Boden und Ofen reinigst, ohne der Sauna zu schaden. Grundlage sind die Pflegehinweise des Saunaherstellers Klafs und des Fachhändlers Klimaworld.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Abkühlen lassen und Strom abschalten
  2. Von oben nach unten trocken vorreinigen
  3. Wände und Decke nur feucht abwischen, nie lackieren
  4. Bänke gründlich reinigen, bei Bedarf fein schleifen
  5. Ofen und Saunasteine ohne Chemie pflegen
  6. Boden wischen, auch rund um die Bankfüße
  7. Lüften, kontrollieren und mit Handtüchern vorbeugen

1. Abkühlen lassen und Strom abschalten

Reinige die Sauna nie direkt nach dem letzten Gang. Klimaworld rät, die Kabine vollständig auskühlen und trocknen zu lassen und die Tür dafür weit genug zu öffnen. Bei Elektro- und Infrarotsaunen trennst du das Gerät, wenn möglich, vom Netz. So arbeitest du nicht an heißen Teilen, und niemand schaltet den Ofen versehentlich ein. Leg dir alles bereit, bevor du anfängst: zwei weiche Tücher, einen Eimer mit klarem Wasser, einen Staubsauger mit Fugendüse, eine Bürste und gegebenenfalls einen Reiniger, der ausdrücklich für Saunen gedacht ist. Haushaltsreiniger sind laut Klimaworld nicht für die hohen Temperaturen in der Sauna geeignet. Lies außerdem die Pflegehinweise deines Kabinenherstellers. Sie haben Vorrang vor allgemeinen Tipps.

2. Von oben nach unten trocken vorreinigen

Klimaworld empfiehlt, immer von oben nach unten zu arbeiten. So landet herunterfallender Schmutz nicht auf Flächen, die schon sauber sind, und der Boden ist zuletzt dran. Beginne trocken. Wisch lose Haare, Staub und Krümel mit einem trockenen Tuch von Lehnen, Kopfstützen und Bänken. Sauge danach den Boden und die Zwischenräume unter den Bänken ab, auch die Ecken hinter dem Ofenschutz, soweit du gefahrlos herankommst. Erst danach kommt Feuchtigkeit ins Spiel. So verschmierst du keinen Staub zu Schlieren auf dem Holz.

3. Wände und Decke feucht abwischen, nie lackieren

Saunaholz ist sehr trocken und deshalb empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, schreibt Klafs. Für Wände und Decke reicht ein- bis zweimal im Jahr ein feuchtes, aber nicht nasses Tuch. Wasser aus dem Schlauch oder ein Hochdruckreiniger sind tabu. Klafs weist darauf hin, dass dadurch die Garantie der gesamten Sauna erlischt. Klimaworld warnt, dass der Hochdruckreiniger das Holz beschädigt. Ebenso wichtig: Das Innenholz wird nicht lackiert und nicht gestrichen. Klafs schreibt ausdrücklich, dass Innenverkleidung und Inneneinrichtung wie Bänke weder imprägniert noch gestrichen werden dürfen. Imprägniert werden laut Klafs nur die Außenwände. Manche Händler bieten spezielle Saunaimprägnierungen für innen an. Ob dein Holz so etwas verträgt, klärst du mit dem Hersteller deiner Kabine.

4. Bänke gründlich reinigen, bei Bedarf fein schleifen

Auf den Bänken landet der meiste Schweiß. Wisch sie zuerst trocken, dann mit einem feuchten Tuch ab. Klafs empfiehlt einen Holzreiniger für Saunen: unverdünnt auf die trockene, staubfreie Fläche geben, kurz einwirken lassen, mit einem Schwamm abreiben und mit viel klarem Wasser nachwischen, bis das Wasser nicht mehr verfärbt ist. Anschließend trocken nachwischen, damit keine Wasserflecken entstehen.

  • Hartnäckige Flecken: Klafs nennt feines Schleifpapier mit 100er-Körnung. Arbeite mit Staubmaske oder Absaugung.
  • Thermoholz: Hier rät Klimaworld vom Schleifen ab. Schleifen ist nur etwas für Extremfälle.
  • Desinfektion: Klafs empfiehlt dreiprozentiges Wasserstoffperoxid und weist darauf hin, dass Desinfektionsmittel stark ätzend sein können. Halte dich an die Sicherheitshinweise auf der Verpackung.

5. Ofen und Saunasteine ohne Chemie pflegen

Kalk- und Wasserflecken am Ofen entfernst du laut Klafs mit einer Bürste. Klimaworld nennt für Verfärbungen am Ofen eine Lösung mit Essig oder Zitronensäure. Arbeite dabei nur am kalten, stromlosen Ofen und halte dich an die Anleitung des Ofenherstellers. Die Saunasteine reinigst du laut Klimaworld einmal im Jahr mit klarem Wasser und einer Bürste, niemals mit chemischen Reinigern, weil Rückstände in den Poren bleiben. Lass sie vollständig trocknen, bevor sie zurück in den Ofen kommen. Beim Austausch gehen die Angaben auseinander: Klafs empfiehlt bei regelmäßiger Nutzung, die Steine einmal im Jahr zu ersetzen. Klimaworld nennt etwa drei bis sechs Jahre, bei Brüchen früher. Gebrochene oder zerbröselnde Steine tauschst du in jedem Fall aus. Heizstäbe und Elektrik lässt du nach Herstellerangabe prüfen, statt selbst daran zu arbeiten.

6. Boden wischen, auch rund um die Bankfüße

Den Boden saugst du zuerst ab und wischst ihn dann mit einem feuchten, fusselfreien Tuch nach. So beschreibt es Klimaworld. Klafs rät, besonders um die Füße der Bänke gründlich feucht zu wischen und bei Bedarf zu schrubben. Dort sammelt sich gern Schmutz. Herausnehmbare Bodenroste, sofern deine Sauna welche hat, reinigst du außerhalb der Kabine und lässt sie gut trocknen, bevor sie zurückkommen. Wisch auch Fußleisten und die untere Türkante ab. Danach sollte der Boden so trocken sein, dass niemand ausrutscht.

7. Lüften, kontrollieren und vorbeugen

Nach der Reinigung wird gelüftet, das betont auch Klafs. Lass die Tür offen, bis alles trocken ist. Nutze die Gelegenheit für einen kurzen Rundgang: Klafs empfiehlt, die Sauna regelmäßig auf Schäden zu prüfen, lockere Schrauben sofort nachzuziehen und die Türscharniere in Abständen zu schmieren. Die meiste Arbeit sparst du dir mit einfachen Gewohnheiten:

  • Immer auf einem Handtuch sitzen und liegen, möglichst auch unter den Füßen. Ein großes Saunatuch hält Schweiß vom Holz fern.
  • Nach jedem Saunieren die Tür offen lassen, damit die Kabine trocknet.
  • Für frischen Duft im Raum rund um die Sauna oder im Ruhebereich ein Bio Raumspray nutzen, nicht auf das Saunaholz sprühen.

Auch dein Zubehör braucht Pflege. Wie du deine Wollmütze wäschst, ohne dass sie einläuft, steht in Saunamütze waschen: 5 Tipps.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Heimsauna reinigen?

Bänke wischst du nach Bedarf ab, bei häufiger Nutzung regelmäßig. Wände und Decke reichen laut Klafs und Klimaworld ein- bis zweimal im Jahr. Eine Grundreinigung empfiehlt Klimaworld je nach Nutzung ein- bis zweimal pro Jahr.

Darf ich Saunaholz lackieren oder ölen?

Innen nicht. Laut Klafs dürfen Innenverkleidung und Bänke weder imprägniert noch gestrichen werden. Imprägniert werden nur die Außenwände.

Welche Reiniger sind in der Sauna tabu?

Normale Haushaltsreiniger, chemische Mittel an den Saunasteinen, Wasser aus dem Schlauch und der Hochdruckreiniger. Nimm Reiniger, die ausdrücklich für Saunen gedacht sind, und beachte die Angaben deines Herstellers.

Wie du beim Aufguss Holz und Ofen schonst, liest du in Aufguss in der Heimsauna: 8 Regeln.