In der eigenen Sauna bist du selbst Saunameister: Du entscheidest, wann, wie viel und mit welchem Duft du aufgießt. Weil Heimsaunen meist kleiner sind als öffentliche Kabinen, wirkt jeder Aufguss stärker, als man es gewohnt ist. Mit diesen acht Regeln findest du schnell eine Routine, die sich gut anfühlt und deine Sauna schont.
Auf einen Blick
- Die Anleitung deiner Sauna zuerst lesen
- Erst aufheizen, dann aufgießen
- Immer verdünnen und laut Etikett dosieren
- Kleine Kabine, kleine Mengen
- Mit dem richtigen Werkzeug arbeiten
- Pro Gang einen Duft wählen
- Auf deinen Körper hören
- Nach dem Saunieren lüften und trocknen
1. Die Anleitung deiner Sauna zuerst lesen
Bevor du das erste Mal aufgießt, lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung von Ofen und Kabine. Dort steht, ob der Ofen für Aufgüsse ausgelegt ist, welche Aufgussmittel der Hersteller empfiehlt und wie viel Wasser die Steine aufnehmen können. Manche Öfen haben eine eigene Aufgussschale, andere vertragen nur kleine Mengen. Eine Infrarotkabine ohne Saunaofen ist grundsätzlich nicht für klassische Aufgüsse gedacht. Diese Angaben haben immer Vorrang vor allgemeinen Tipps, auch vor den Regeln hier. Fehlt die Anleitung, etwa bei einer gebrauchten Sauna, frag im Zweifel beim Hersteller nach.
2. Erst aufheizen, dann aufgießen
Die Steine müssen richtig heiß sein, damit das Wasser sofort verdampft. Ist die Kabine noch nicht durchgewärmt, läuft das Wasser durch, der Dampf bleibt schwach und du gießt schnell zu viel nach. Plane deshalb genug Vorlaufzeit ein und mach den ersten Aufguss erst, wenn die Sauna ihre Temperatur erreicht hat. Ein hörbares Zischen beim Auftreffen ist ein gutes Zeichen. Viele beginnen den ersten Gang ohne Aufguss und gießen erst im zweiten oder dritten Gang auf, wenn der Körper schon an die Hitze gewöhnt ist.
3. Immer verdünnen und laut Etikett dosieren
Aufgusskonzentrate und ätherische Öle kommen nie pur auf die Steine. Sie werden im Aufgusswasser verdünnt, und die richtige Menge steht auf dem Etikett. Bei unserem Heat & Relax Saunaaufguss Set mit vier Aufgüssen zu je 100 ml sind das zum Beispiel 2–4 Verschlusskappen auf 1 Liter Wasser. Beginne in der Heimsauna mit der kleineren Menge. Rühre das Wasser kurz um, bevor du die erste Kelle nimmst, damit sich der Duft gleichmäßig verteilt. Einen neuen Duft testest du am besten zuerst mit einer einzigen Kelle, bevor du mehr nimmst.
4. Kleine Kabine, kleine Mengen
In einer Kabine für zwei oder drei Personen ist deutlich weniger Luft als im Saunabad. Das bedeutet: Dieselbe Menge Wasser macht die Luft spürbar feuchter, und der Hitzestoß kommt schneller an. Gieß deshalb nur eine Kelle, warte, bis der Dampf sich verteilt hat, und entscheide dann, ob du eine weitere möchtest. Zwei bis drei Kellen pro Aufguss reichen in vielen Heimsaunen völlig aus. Wie Wasser und Luftfeuchtigkeit zusammenspielen, erklärt der Artikel Luftfeuchtigkeit in der Sauna.
5. Mit dem richtigen Werkzeug arbeiten
Zu Hause improvisiert man gern mit Tasse oder Messbecher. Besser ist ein eigener Aufgusskübel oder Becher und eine Saunakelle, mit der du das Wasser gezielt auf die Steine gibst und nicht auf Ofenverkleidung oder Holz. Halte beim Gießen Abstand, damit deine Hand nicht direkt über dem heißen Ofen ist.
- Aufgusswasser vor dem Saunagang anrühren.
- Die Aufgussflasche außerhalb der Kabine aufbewahren.
- Kübel, Becher und Kelle nach dem Saunieren ausspülen und trocknen lassen.
Mit einem Aufgussbecher-Set kannst du verschiedene Düfte nebeneinander vorbereiten.
6. Pro Gang einen Duft wählen
Wer alle Lieblingsdüfte in einen Kübel gibt, bekommt selten einen schönen Aufguss. Bleib lieber bei einem Duft pro Gang und plane die Reihenfolge: frische, klare Düfte zu Beginn, ruhige und warme Noten zum Schluss. Ein guter Einstieg ist der Bio Saunaaufguss mit Zirbe, Latsche und Eukalyptus, der in einer Flasche schon drei passende Noten kombiniert. Im Heat & Relax Set stecken die Aufgüsse ACTIVATE+, DEFENSE+, FOCUS+ und RECHARGE+. RECHARGE+ mit Lavendel, Zedernholz und Mandarine ist für den Abend gedacht. Mehr zum Ablauf eines Aufgusses liest du im Aufguss-Ritual.
7. Auf deinen Körper hören
Zu Hause fehlt der Saunameister, der auf alle achtet. Diese Rolle übernimmst du selbst. Ein Saunagang dauert meist 8 bis 15 Minuten, üblich sind zwei bis drei Gänge. Verlasse die Kabine sofort, wenn dir schwindelig wird oder die Hitze unangenehm ist. Kühle dich danach erst an der Luft ab, dann mit kaltem Wasser, herzfern beginnend, und gönn dir eine Ruhepause. Trink vor und nach dem Saunieren ausreichend Wasser. Wenn Kinder im Haushalt leben, sollten sie den heißen Ofen und das Aufgusswasser nur unter Aufsicht erreichen können.
8. Nach dem Saunieren lüften und trocknen
Jeder Aufguss bringt Feuchtigkeit in die Kabine. Damit das Holz lange schön bleibt, sollte es nach dem Saunieren gut trocknen können. Lass die Tür eine Weile offen oder lüfte den Raum, in dem die Sauna steht. Wische Pfützen und Spritzer weg und lege Handtücher zum Trocknen außerhalb der Kabine ab. Ein Handtuch unter dir auf der Bank schützt das Holz außerdem vor Schweiß. Prüfe ab und zu die Saunasteine und tausche sie aus, wenn die Bedienungsanleitung das empfiehlt oder sie spürbar zerbröseln.
Häufige Fragen
Wie oft darf ich in der Heimsauna aufgießen?
Ein bis zwei Aufgüsse pro Gang mit wenigen Kellen sind ein guter Richtwert. Entscheidend sind die Angaben des Ofenherstellers und wie du dich dabei fühlst.
Kann ich Leitungswasser für den Aufguss nehmen?
In der Regel ja. Bei sehr kalkhaltigem Wasser lohnt sich ein Blick in die Anleitung deines Ofens, manche Hersteller geben dazu Hinweise.
Darf ich ätherisches Öl direkt auf die Steine geben?
Nein. Ätherische Öle und Aufgusskonzentrate kommen immer verdünnt ins Aufgusswasser.
Kellen, Becher und mehr findest du in unserer Kollektion Sauna-Aufguss-Zubehör. Wie lang und wie heiß ein Saunagang sein sollte, erklärt Die optimale Sauna-Routine.
