Ein Saunafass steht das ganze Jahr draußen, in Regen, Sonne und Frost. Das Holz arbeitet ständig. Mit etwas Pflege bleibt es trotzdem viele Jahre dicht und schön.
Kurz gesagt: Außen schützt du das Fass mit einem offenporigen Holzschutz, innen bleibt das Holz unbehandelt. Die Spannbänder prüfst du mehrmals im Jahr, weil das Holz je nach Feuchtigkeit quillt oder schrumpft. Dazu kommen Dach, Ablauf und Tür. Nach jedem Saunagang lässt du das Fass mit offener Tür trocknen.
1. Holzschutz außen
Unbehandeltes Holz vergraut draußen mit der Zeit. Das ist kein Schaden, aber Sonne und Regen setzen dem Holz zu. Ein offenporiges, diffusionsoffenes Holzöl oder eine Lasur für außen schützt es. Streiche nur außen und nur bei trockenem Wetter. Wie oft, hängt vom Produkt und vom Standort ab, meist alle ein bis zwei Jahre.
2. Innen nie behandeln
Im Innenraum bleibt das Holz roh. Lack, Öl oder Lasur werden in der Hitze klebrig und können ausdünsten. Gereinigt wird mit lauwarmem Wasser und Natron, wie in Sauna reinigen beschrieben. Flecken auf den Bänken schleifst du ab, siehe Saunabänke pflegen.
3. Spannbänder nachstellen
Holz quillt bei Feuchtigkeit und schrumpft bei Trockenheit. Im trockenen Sommer können sich Fugen öffnen, im nassen Herbst drückt das Holz gegen die Bänder. Prüfe die Spannbänder deshalb mehrmals im Jahr und stelle sie nach den Vorgaben des Herstellers nach. Zu fest angezogene Bänder können das Holz bei Feuchtigkeit beschädigen, zu lockere lassen Wärme entweichen.
4. Dach prüfen
Schindeln oder Dachbahn schützen das Fass von oben. Nach Sturm oder Winter schaust du nach losen Schindeln, Rissen oder Moos. Laub und Äste vom Dach entfernen, damit Wasser ablaufen kann.
5. Ablauf und Untergrund
An der tiefsten Stelle im Fass sammelt sich Wasser vom Aufguss und vom Kondensat. Die Ablauföffnung muss frei sein. Auch der Untergrund sollte Wasser ableiten, damit die Auflagen nicht dauerhaft nass stehen.
6. Tür und Dichtung
Glastüren mit mildem Reiniger putzen, Scharniere gelegentlich prüfen. Eine Tür, die nicht dicht schließt, kostet viel Wärme, gerade im Winter. Mehr Tipps für kalte Tage in Saunafass im Winter.
7. Nach jedem Saunagang trocknen
Ofen aus, Tür und Lüftung offen, bis das Holz trocken ist. Im kleinen Volumen eines Fasses bleibt Feuchtigkeit sonst lange stehen und führt zu Geruch oder Schimmel. Mehr in Muffiger Geruch in der Sauna.
8. Ofen und Steine
Bei Holzöfen Asche regelmäßig entfernen und den Schornstein prüfen lassen. Saunasteine einmal im Jahr neu schichten und kaputte aussortieren. Wie du richtig anheizt, steht in Saunaofen mit Holz anheizen.
Der Pflegeplan
| Wann | Was |
|---|---|
| nach jedem Saunagang | trocknen lassen, Bänke abwischen |
| monatlich | Boden und Ablauf reinigen, Lüftung prüfen |
| im Frühjahr und Herbst | Spannbänder, Dach, Tür prüfen |
| alle ein bis zwei Jahre | Holzschutz außen erneuern, Bänke schleifen |
Alle Punkte für den Saisonstart stehen im Heimsauna Check.
Häufige Fragen
Muss ich mein Saunafass im Winter abdecken?
Ein gut gebautes Fass mit Dach braucht keine Plane. Planen können sogar schaden, weil sich darunter Feuchtigkeit staut.
Warum hat mein Saunafass Fugen?
Bei Trockenheit schrumpft das Holz. Viele Fugen schließen sich wieder, wenn das Holz Feuchtigkeit aufnimmt. Sonst die Spannbänder nach Anleitung nachstellen.
Welches Holzöl für außen?
Ein offenporiges Holzöl oder eine Lasur für Außenholz. Frag im Zweifel den Hersteller deines Fasses, was zur Holzart passt.
