Warenkorb 0
Kostenloser Versand ab 59€CO₂-neutrale Lieferung mit DHLKundenservice aus LüneburgKauf auf RechnungRückgabe innerhalb von 30 TagenKostenloser Versand ab 59€CO₂-neutrale Lieferung mit DHLKundenservice aus LüneburgKauf auf RechnungRückgabe innerhalb von 30 Tagen

Dein Warenkorb ist leer

Weiter shoppen

Saunaaufguss

Aufguss wedeln: 5 Techniken vom Handtuch bis zum Fächer

Wedeln verteilt die Wärme nach dem Aufguss im Raum, und es ist Übungssache. Wir erklären fünf Techniken vom Fächeln mit beiden Händen bis zum Saunafächer und was davon in eine kleine Heimsauna passt.
In diesem Beitrag

Beim Aufguss in der Therme sieht das Wedeln leicht aus: ein Handtuch, ein paar Schwünge, und die Hitze kommt an. Wer es zu Hause selbst versucht, merkt schnell, dass Technik und Timing zählen. Hier lernst du fünf Techniken kennen, vom einfachen Fächeln bis zum Saunafächer, und worauf du in der eigenen Kabine achten solltest.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Fächeln mit beiden Händen: die Grundtechnik für jede Sauna
  2. Propeller: das längs gefaltete Tuch vor dem Körper kreisen lassen
  3. Helikopter: das Tuch waagerecht über dem Kopf schwingen
  4. Abschlagen: die heiße Luft von der Decke zu den Bänken holen
  5. Saunafächer: viel Luft mit wenig Kraft

1. Fächeln mit beiden Händen: die Grundtechnik

Warum überhaupt wedeln? Nach dem Aufguss steigt der Dampf zuerst unter die Decke. Durch das Wedeln verteilt sich die Wärme gleichmäßiger im Raum. Die einfachste Technik: Du hältst ein Handtuch an zwei Ecken, eine in jeder Hand, und bewegst es vor dem Körper ruhig auf und ab. So schiebst du die warme Luft in Richtung der Bänke. Wechsle zwischen sanften und kräftigeren Bewegungen. Im Bewertungskatalog der Aufguss-WM gehören Wedeltechniken mit zwei Händen zu den klassischen Techniken, die in jeder Vorführung vorkommen sollen. Für zu Hause reicht diese Technik oft völlig aus.

  • Stand: Füße etwa schulterbreit, Knie leicht gebeugt.
  • Bewegung aus den Schultern, nicht nur aus den Handgelenken.
  • Erst langsam, dann gleichmäßig etwas schneller.

Nimm dafür ein eigenes, frisches Tuch, nicht das, auf dem du sitzt. Ein leichtes Tuch lässt sich länger schwingen als ein schweres Frotteetuch. Ein Tuch aus Waffelpiqué ist zum Beispiel leichter als herkömmlicher Frottee.

2. Propeller: das gefaltete Tuch kreisen lassen

Für den Propeller faltest du das Handtuch der Länge nach, sodass ein langer Streifen entsteht. Du hältst ein Ende fest und lässt das Tuch vor dem Körper zügig kreisen. Genau so beschreibt es auch Wikipedia: Das längs gefaltete Tuch wird rasch herumgewirbelt und verteilt den Dampf im Raum. Der Propeller bringt mehr Luft in Bewegung als das Fächeln. Er passt deshalb eher in die Mitte oder ans Ende einer Aufgussrunde, wenn die Wärme schon im Raum ist. Achte auf den Platz um dich herum. Das Tuch braucht einen freien Kreis, ohne Lampe, Ofenschutz, Decke oder andere Gäste zu berühren. In einer kleinen Heimsauna ist das oft der begrenzende Punkt. Übe die Bewegung zuerst außerhalb der Kabine, bis das Tuch nicht mehr flattert oder sich verdreht. Auch t-online rät, die Technik vorher ohne Publikum zu üben.

3. Helikopter: über dem Kopf schwingen

Beim Helikopter schwingst du das Handtuch waagerecht über dem Kopf im Kreis. Die warme Luft im oberen Teil der Kabine kommt dadurch in Bewegung und verteilt sich. Die Aufguss-WM nennt den Helikopter in ihrem Bewertungskatalog ausdrücklich als klassische Technik. Für die Heimsauna ist er nur bedingt geeignet, weil die Decke dort oft niedrig ist. Fehlt der Platz, lass ihn weg, statt dich unter der Decke zu verbiegen. Wenn es passt: Halte das Tuch an einem Ende, beginne die Bewegung ruhig und lass das Tuch flach drehen. Mit etwas Schwung bleibt es fast von allein in der Waagerechten. Wichtig ist ein sicherer Stand, gerade auf nassem Holzboden. Hör auf, sobald dir schwindelig wird. Drehbewegungen über dem Kopf sind in der Hitze anstrengender, als sie aussehen.

4. Abschlagen: die Hitze von der Decke holen

Der wärmste Bereich der Sauna ist oben. Beim Abschlagen holst du diese Luft gezielt nach unten. Du hebst das ausgebreitete Tuch über den Kopf und schlägst es mit einer kräftigen Bewegung in Richtung der Bänke herunter. Wikipedia beschreibt das als Herunterschlagen des Gluthauchs von der Saunadecke auf die Gäste. Laut t-online fächelt der Saunameister den Gästen die heiße Luft dabei mal mit sanften, mal mit kräftigen Handtuchschlägen entgegen. In der eigenen Sauna gilt: Frag kurz nach, bevor du jemandem die Hitze direkt entgegenschlägst. Nicht jede Person mag die volle Ladung. Halte genug Abstand, damit das Tuch niemanden trifft. Im Bewertungskatalog der Aufguss-WM gibt es sogar Abzüge, wenn das Wedeltuch den eigenen Körper berührt oder wenn mit einem Tuch weitergewedelt wird, das zuvor heruntergefallen ist.

5. Saunafächer: viel Luft mit wenig Kraft

Statt eines Handtuchs kannst du einen großen Saunafächer verwenden. Laut Wikipedia verwirbelt er die Luft mit wenig Kraftaufwand. Das ist praktisch, wenn dir die Handtuchtechniken auf Dauer zu anstrengend sind oder die Kabine wenig Platz bietet. Führe den Fächer mit ruhigen, weiten Bewegungen in Richtung der Bänke und nicht direkt über dem Ofen. Achte beim Kauf darauf, dass das Material für die Hitze in der Sauna gedacht ist. Nach dem Saunieren lagerst du ihn außerhalb der Kabine, damit er trocknen kann. Egal ob Tuch oder Fächer: Der Duft kommt aus dem Aufgusswasser. Gib das Aufgusskonzentrat immer verdünnt ins Wasser, nie pur auf die Steine. Zum Ausprobieren verschiedener Düfte eignet sich das Probierpaket Duftreise. Wie du den Aufguss selbst vorbereitest, liest du im Aufguss-Ritual und in den 8 Regeln für den Aufguss in der Heimsauna.

Häufige Fragen

Welches Handtuch eignet sich zum Wedeln?

Ein sauberes, eigenes Tuch, nicht das Sitztuch. Es sollte leicht genug sein, dass du es eine Weile schwingen kannst, und lang genug, um es für den Propeller längs zu falten.

Muss man in der Heimsauna überhaupt wedeln?

Nein. In Finnland wird laut Wikipedia oft so häufig aufgegossen, dass Wedeln überflüssig wird. In kleinen Kabinen reicht meist sanftes Fächeln mit beiden Händen.

Wie oft wird bei einem Aufguss gewedelt?

In öffentlichen Saunen werden Aufgießen und Wedeln meist dreimal wiederholt, jeweils wenn die Steine wieder heiß sind. Zu Hause richtest du dich nach der Kabinengröße und danach, wie sich die Hitze für alle anfühlt.

Alle Düfte für deinen nächsten Aufguss findest du in unserer Kollektion Saunaaufgüsse.