Die Hitze ist nur die halbe Sauna. Die andere Hälfte ist das Abkühlen. Erst der Wechsel von warm und kalt macht den Saunagang komplett. Damit er gut tut und nicht den Kreislauf überrumpelt, kommt es auf die Reihenfolge an.
Kurz gesagt: Geh nach dem Saunagang zuerst an die frische Luft und atme ein paar Minuten tief durch. Danach kühlst du mit kaltem Wasser ab, immer von den Füßen in Richtung Herz und den Kopf zuletzt. Wer mag, taucht kurz ins Tauchbecken. Zum Schluss wärmt ein warmes Fußbad die Füße wieder auf.
Schritt 1: frische Luft
Die Lunge braucht nach der Hitze Sauerstoff. Geh in den Außenbereich oder ans offene Fenster und atme zwei bis drei Minuten ruhig und tief. Bewegung ist erlaubt, Hektik nicht. Im Winter reicht ein Bademantel über den Schultern.
Schritt 2: kaltes Wasser in der richtigen Reihenfolge
Ob Schlauch, Kneippguß oder Dusche: Das kalte Wasser beginnt weit weg vom Herzen.
- rechtes Bein von außen, vom Fuß bis zur Hüfte, dann innen wieder runter
- linkes Bein genauso
- rechter Arm, dann linker Arm
- Oberkörper vorne und hinten
- zum Schluss Gesicht und Kopf
So gewöhnt sich der Körper Schritt für Schritt an die Kälte, und der Kreislauf bleibt stabil.
Schritt 3: das Tauchbecken
Der Sprung ins kalte Wasser ist für viele der Lieblingsmoment. Geh langsam über die Treppe rein, nicht springen. Bleib nur kurz, 10 bis 30 Sekunden reichen. Wer Herz oder Blutdruck im Blick behalten muss, verzichtet darauf und kühlt nur mit Luft und Dusche ab. Mehr zur Kombination aus Hitze und Kälte in Kontrast-Therapie: Sauna und Eisbad und zur Sicherheit in Sicherheit beim Eisbaden.
Schritt 4: warmes Fußbad
Nach dem Abkühlen sind die Füße oft kalt, während der Körper noch warm ist. Ein warmes Fußbad gleicht das aus und hilft, im Ruheraum richtig zu entspannen. Ideal mit einem Fußbadesalz Melisse & Eukalyptus oder Lavendel & Orange. Rezepte stehen in Fußbad nach der Sauna.
Schritt 5: Ruhe
Jetzt ruhst du mindestens 15 Minuten, warm eingepackt. Ein Kissen unter dem Nacken, zum Beispiel unser Zirbenkissen aus Wollwalk, macht die Pause noch entspannter. Erst wenn du nicht mehr nachschwitzt, geht es in den nächsten Gang.
Abkühlen zu Hause
- Heimsauna im Keller: Dusche mit kaltem Wasser, Fenster auf, Fußbad in einer Schüssel.
- Saunafass im Garten: frische Luft gibt es gratis. Eine Gießkanne oder ein Gartenschlauch ersetzen den Kneippschlauch.
- Eistonne: Wer eine hat, nutzt sie wie ein Tauchbecken. Tipps dazu in Eistonne für zuhause.
Die häufigsten Fehler
- Direkt ins Eiswasser: ohne frische Luft und ohne Guss vorher ist das ein Schock für den Kreislauf.
- Warm duschen statt kalt: dann fehlt der Wechsel, und du schwitzt lange nach.
- Zu kurze Pause: der nächste Gang beginnt, bevor der Körper bereit ist.
Häufige Fragen
Muss ich nach der Sauna kalt duschen?
Nicht zwingend, aber es gehört zum klassischen Saunagang. Wer Kälte nicht mag, kühlt länger an der Luft ab und duscht lauwarm.
Wie lange soll ich abkühlen?
Etwa so lange, bis du nicht mehr nachschwitzt. Mit frischer Luft und Wasser sind das meist 5 bis 10 Minuten, danach kommt die Ruhepause.
Ist das Tauchbecken gefährlich?
Für gesunde Menschen nicht, wenn sie langsam reingehen und nur kurz bleiben. Bei Herzerkrankungen oder hohem Blutdruck vorher ärztlich abklären.
