Kerntemperatur ist die Temperatur im Inneren des Körpers, also in Brustkorb, Bauch und Kopf, die der Körper bei Gesunden um etwa 37 Grad konstant hält. Sie heißt auch Körperkerntemperatur. Davon unterscheidet man die Schalentemperatur von Haut, Händen und Füßen, die deutlich stärker schwankt. Laut DocCheck Flexikon liegt der Mittelwert bei Erwachsenen bei 36,8 Grad, neuere Studien nennen einen Normalbereich von 36,4 bis 37,3 Grad.
Wie die Kerntemperatur schwankt
Die Kerntemperatur ist nicht den ganzen Tag gleich. Laut DocCheck Flexikon ist sie gegen 4 Uhr morgens am niedrigsten und am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr am höchsten. Bei körperlicher Arbeit und Sport sind 38 bis 39 Grad normal. Wie hoch der gemessene Wert ausfällt, hängt auch vom Messort ab: Unter der Achsel liegen die Werte meist 0,5 bis 1 Grad niedriger als bei rektaler Messung.
Kerntemperatur in der Sauna
In der Sauna steigt vor allem die Hauttemperatur, laut Rainer Brenke vom Deutschen Sauna-Bund sind 10 Grad keine Ausnahme. Die Kerntemperatur steigt deutlich weniger: Brenke nennt 1 bis 1,5 Grad, die Barmer etwa 1 Grad. Die Angaben unterscheiden sich, weil Hitze, Dauer und Messmethode verschieden sind. Damit die Kerntemperatur nicht weiter steigt, schwitzt du und deine Hautgefäße weiten sich. Nach dem Abkühlen und in der Ruhephase sinkt sie wieder. Mehr zum Ablauf im Körper liest du in Was macht Sauna mit dem Körper?
Wann es kritisch wird
Steigt die Kerntemperatur über 40 Grad und kommen Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen hinzu, spricht das MSD Manual von einem Hitzschlag. Das ist ein Notfall. Damit es gar nicht so weit kommt, verlässt du die Sauna, sobald du dich unwohl fühlst, etwa bei Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Bleib nur so lange, wie es sich gut anfühlt, und trink in den Pausen ausreichend.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die normale Kerntemperatur?
Häufig wird ein Bereich von 36,5 bis 37,5 Grad genannt. Laut DocCheck Flexikon liegt der Mittelwert bei Erwachsenen bei 36,8 Grad.
Wie stark steigt die Kerntemperatur in der Sauna?
Nach Rainer Brenke vom Deutschen Sauna-Bund um etwa 1 bis 1,5 Grad, die Barmer nennt rund 1 Grad. Die Hauttemperatur steigt deutlich stärker.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Vorerkrankungen sprich vor dem Saunieren mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Verwandte Begriffe: Hyperthermie, Vasodilatation, Hitzeakklimatisierung und Nachschwitzen. Alle Begriffe findest du im Sauna-Lexikon.
