Warenkorb 0
Kostenloser Versand ab 59€CO₂-neutrale Lieferung mit DHLKundenservice aus LüneburgKauf auf RechnungRückgabe innerhalb von 30 TagenKostenloser Versand ab 59€CO₂-neutrale Lieferung mit DHLKundenservice aus LüneburgKauf auf RechnungRückgabe innerhalb von 30 Tagen

Dein Warenkorb ist leer

Weiter shoppen
Black frihed.8 Deals in 8 Abenden. Deal 9 nur für die Liste. Auf die Liste

Heimsauna

Gartensauna planen: 10 Fragen zu Standort und Genehmigung

Eine Gartensauna ist ein kleines Bauprojekt mit Bauordnung, Fundament und Stromanschluss. Mit diesen zehn Fragen gehst du gut vorbereitet ins Gespräch mit Bauamt, Elektriker und Hersteller.
In diesem Beitrag

Eine Sauna im eigenen Garten heißt: kurze Wege, eigene Zeiten, Abkühlung unter freiem Himmel. Bevor das erste Holz geliefert wird, stehen aber ein paar Fragen an, die mit Bauordnung, Untergrund und Technik zu tun haben. Wer sie früh klärt, spart sich Ärger mit Behörden, Nachbarn und Handwerkern. Diese zehn Fragen helfen dir bei der Planung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Welche Bauform passt zu dir?
  2. Wo steht die Sauna am besten?
  3. Brauchst du eine Genehmigung?
  4. Was ändert ein Holzofen?
  5. Welche Abstände gelten?
  6. Welches Fundament trägt die Sauna?
  7. Wie kommt der Strom hin?
  8. Wie stark muss der Ofen sein?
  9. Wo kühlst du ab und wo ruhst du?
  10. Was gehört zur Ausstattung?

1. Welche Bauform passt zu dir?

Für den Garten gibt es im Wesentlichen drei Wege: die Fasssauna, das Saunahaus mit eckigem Grundriss und die Saunakabine in einem bestehenden Gartenhaus. Ein Fass ist kompakt und schnell aufgebaut. Ein Saunahaus bietet oft mehr Platz, manchmal mit Vorraum zum Umziehen. Die Kabine im Gartenhaus nutzt vorhandene Bausubstanz. Überleg dir, wie viele Personen regelmäßig mitsaunieren und ob du einen geschützten Bereich zum Umziehen möchtest. Davon hängen Größe, Ofenleistung und auch die Genehmigungsfrage ab.

2. Wo steht die Sauna am besten?

Ein guter Standort verbindet Ruhe mit kurzen Wegen. Je näher die Sauna am Haus steht, desto einfacher werden Stromleitung, Wasser und der Weg im Winter. Gleichzeitig möchtest du nicht direkt im Blickfeld der Nachbarn sitzen. Achte auf ebenes Gelände ohne Staunässe und darauf, dass Regenwasser gut abläuft. Bei einem Holzofen spielt auch die Rauchrichtung eine Rolle, damit Fenster in der Nähe nicht betroffen sind. Prüfe, ob Hecken oder Sichtschutz nötig sind, und plane einen Platz zum Abkühlen gleich mit ein.

3. Brauchst du eine Genehmigung?

Das hängt von der Landesbauordnung deines Bundeslandes ab. In Niedersachsen und Baden-Württemberg sind zum Beispiel Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten und Feuerstätten bis 40 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt verfahrensfrei, im Außenbereich nur bis 20 Kubikmeter. So steht es in den Informationen der Region Hannover und im Merkblatt der Stadt Stuttgart. Andere Länder haben andere Grenzen. Ob deine Sauna als Aufenthaltsraum gilt, beurteilt das Bauamt. Frag deshalb bei deiner Gemeinde nach und lass dir eine Genehmigungsfreiheit schriftlich bestätigen, wie sanier.de empfiehlt.

4. Was ändert ein Holzofen?

Ein Holzofen ist eine Feuerstätte. Damit fällt die Sauna aus den Regeln für einfache Gebäude ohne Feuerstätte heraus, die Frage nach der Genehmigung stellt sich also neu. Laut sanier.de müssen Holzofen und Rauchabzug vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger abgenommen werden. Sprich ihn deshalb schon in der Planungsphase an, nicht erst nach dem Aufbau. Der Ofen sollte laut sanier.de der Norm DIN EN 15821 und der Bundes-Immissionsschutzverordnung entsprechen. Beim Elektroofen entfällt der Schornstein, dafür brauchst du einen passenden Stromanschluss.

5. Welche Abstände gelten?

Auch eine verfahrensfreie Sauna muss das öffentliche Baurecht einhalten. Die Region Hannover nennt ausdrücklich Abstandsvorschriften und die Festsetzungen eines Bebauungsplans. Verantwortlich dafür ist allein der Bauherr. sanier.de nennt als häufigen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze drei Meter, verbindlich ist aber, was in deinem Bundesland gilt. Liegt der Platz außerhalb des Baufensters, kann eine Befreiung nötig sein. Das private Nachbarrecht prüft das Bauamt laut Stuttgarter Merkblatt nicht. Sprich deine Pläne deshalb auch früh mit den Nachbarn ab.

6. Welches Fundament trägt die Sauna?

Schon eine Fasssauna wiegt laut testsieger.de je nach Größe mehrere hundert Kilogramm. Eine Gartensauna braucht einen absolut ebenen, tragfähigen Untergrund. testsieger.de nennt für Fasssaunen ein Streifenfundament oder eine gepflasterte Fläche. Wichtig ist eine Belüftung von unten, damit sich keine Staunässe bildet und das Holz trocken bleibt. Welche Lösung passt, hängt von Bauform, Gewicht und Boden ab. Maßgeblich sind die Vorgaben des Herstellers. Bei schwierigem Untergrund lohnt sich der Rat eines Fachbetriebs.

7. Wie kommt der Strom hin?

Auch eine Sauna mit Holzofen braucht oft Strom für Licht. Für einen Elektroofen ist der Anschluss zentral. Kleine Öfen mit 3,6 kW laufen laut EnBW an einer normalen 230-Volt-Steckdose. Ab 4,5 kW ist ein Starkstromanschluss nötig, und den darf nur eine Elektrofachkraft verlegen. Für die Gartensauna heißt das: Eine Leitung muss vom Haus bis zur Sauna gelegt werden. Plan die Leitung deshalb früh mit ein, am besten bevor Wege und Beete angelegt sind. Lass dir vom Elektriker auch sagen, ob Sicherungen und Hausanschluss die zusätzliche Last tragen.

8. Wie stark muss der Ofen sein?

Die Ofenleistung richtet sich nach dem Volumen der Kabine. Der Hersteller Harvia nennt als grobe Faustregel etwa 1 kW pro Kubikmeter. Jeder Quadratmeter Glas oder ungedämmter Steinfläche zählt dabei wie 1,2 zusätzliche Kubikmeter, bei ungedämmten Blockbohlenwänden rechnet Harvia mit dem Faktor 1,5. Eine Kabine mit rund 8,5 Kubikmetern braucht danach mindestens 6 kW. Wähle lieber einen Ofen, bei dem dein Volumen in der Mitte des angegebenen Bereichs liegt. Ein zu kleiner Ofen läuft dauerhaft unter Volllast.

9. Wo kühlst du ab und wo ruhst du?

Zur Sauna gehören Abkühlung und Ruhe. Eine Gartendusche oder ein Kaltwasserschlauch reicht oft schon. Im Winter muss die Leitung frostsicher sein oder sich entleeren lassen. Plane einen windgeschützten Platz für die Pause, drinnen oder auf der Terrasse. Für den Weg zwischen Sauna und Haus brauchst du etwas Warmes zum Überziehen, zum Beispiel einen Poncho oder Bademantel. Rutschfeste Wege und gutes Licht sind im Dunkeln wichtig. Weitere Tipps für die kalte Jahreszeit stehen in Saunafass im Winter: 7 Tipps.

10. Was gehört zur Ausstattung?

Steht die Sauna, geht es um die Details: Thermometer, Sanduhr, Kelle, Aufgusseimer, Handtücher. Eine Kopfstütze aus Holz macht das Liegen auf der Bank angenehmer. Im Garten sitzt der Kopf je nach Bauform nah an der heißen Decke, eine Saunamütze aus Wollwalk schirmt ihn ab. Eine vollständige Liste findest du in Heimsauna einrichten: 10 Dinge, die du brauchst. Kauf nicht alles auf einmal. Nach ein paar Abenden weißt du besser, was dir fehlt.

Häufige Fragen

Braucht eine Gartensauna eine Baugenehmigung?

Das hängt vom Bundesland, von der Größe, vom Standort und vom Ofen ab. Kleine Gebäude ohne Feuerstätte sind oft verfahrensfrei. Eine verbindliche Auskunft gibt nur dein Bauamt.

Wie nah darf die Sauna an der Grundstücksgrenze stehen?

Das regeln Landesbauordnung und Bebauungsplan. Häufig genannt werden drei Meter, es gibt aber Ausnahmen und Sonderregeln. Frag beim Bauamt nach, bevor du das Fundament legst.

Muss der Schornsteinfeger kommen?

Bei einem Holzofen ja. Er gilt als Feuerstätte und wird mit dem Rauchabzug vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen. Bei einem Elektroofen entfällt das.

Passendes Zubehör für den ersten Saunaabend findest du in unserer Kollektion Sauna-Aufguss-Zubehör. Fang mit dem Nötigsten an und ergänze nach und nach.