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Sauna-Zubehör & Rituale

Saunatuch: 6 Dinge, auf die du beim Kauf achten solltest

Lang genug, saugfähig, leicht zu waschen: Ein gutes Saunatuch muss nicht kompliziert sein. Hier liest du, worauf es beim Kauf ankommt und welche Details im Saunaalltag den Unterschied machen.
In diesem Beitrag

Ein Saunatuch wirkt wie eine Nebensache, bis du auf der Bank liegst und die Füße auf dem heißen Holz landen. Oder bis das Tuch nach dem dritten Waschen hart und kratzig ist. Mit diesen sechs Punkten findest du ein Saunatuch, das zu deiner Art zu saunieren passt und lange Freude macht.

Auf einen Blick

  1. Länge: Das Tuch sollte deinen ganzen Körper aufnehmen.
  2. Material: Naturfasern sind in der Hitze angenehm.
  3. Saugfähigkeit: Es nimmt Schweiß auf, statt ihn zu verteilen.
  4. Gewicht und Trocknung: Dick ist nicht immer besser.
  5. Waschbarkeit: Hohe Temperaturen sollte es vertragen.
  6. Alltag: Transport und Aufbewahrung mitdenken.

1. Die Länge: lang genug zum Liegen

Der wichtigste Unterschied zwischen Saunatuch und normalem Badetuch ist die Länge. In der Sauna gilt: Kein Hautkontakt mit dem Holz, auch nicht mit den Füßen. Wer liegt, braucht deshalb ein Tuch, das vom Kopf bis zu den Fersen reicht. Rund zwei Meter sind ein guter Richtwert, bei großen Menschen gern etwas mehr. Ein gewöhnliches Duschtuch reicht oft nur zum Sitzen. Auch die Breite zählt: Wenn das Tuch an den Seiten etwas übersteht, rutschst du nicht versehentlich mit Arm oder Hand auf das Holz. Ob du lieber liegst oder sitzt, liest du im Artikel Liegen oder Sitzen in der Sauna.

2. Das Material: Naturfasern bevorzugen

In der Sauna liegt das Tuch direkt auf warmer, feuchter Haut. Viele empfinden Naturfasern hier als besonders angenehm. Baumwolle ist der Klassiker: weich, robust und unkompliziert in der Pflege. Leinen oder Mischungen mit Leinen fühlen sich etwas kühler und griffiger an und trocknen meist schneller. Synthetische Mikrofaser ist leicht und platzsparend, kann sich auf schwitzender Haut aber ungewohnt anfühlen. Achte außerdem auf eine saubere Verarbeitung: gut vernähte Kanten, keine abstehenden Fäden und keine Applikationen aus Metall oder Kunststoff, die in der Hitze warm werden könnten. Ein schlichtes Tuch ohne viel Drumherum ist in der Kabine meist die beste Wahl.

3. Die Saugfähigkeit: Schweiß aufnehmen statt verteilen

In der Sauna schwitzt du stark. Ein gutes Saunatuch nimmt diese Feuchtigkeit auf, damit sie nicht auf das Holz tropft und du nicht in einer Pfütze liegst. Frottee mit Schlingen saugt viel Wasser, weil die Oberfläche groß ist. Glatte Webarten wie Waffelpiqué oder Leinen saugen etwas weniger, trocknen dafür schneller. Neue Tücher saugen oft noch nicht optimal, weil Rückstände aus der Herstellung in den Fasern sitzen. Wasche ein neues Tuch deshalb vor dem ersten Saunabesuch ein- bis zweimal. Weichspüler legt sich wie ein Film auf die Fasern und mindert die Saugkraft. Lass ihn besser weg. Ein einfacher Test im Laden: Leg die Hand flach auf das Tuch. Fühlt es sich eher glatt und beschichtet an, saugt es wahrscheinlich schlechter als ein Tuch mit offener, griffiger Oberfläche.

4. Gewicht und Trocknung: dick ist nicht immer besser

Ein schweres, dickes Tuch fühlt sich im Laden luxuriös an. In der Praxis hat es Nachteile: Es braucht lange zum Trocknen, wiegt nass deutlich mehr und nimmt viel Platz in der Tasche ein. Wer mehrere Gänge macht und das Tuch zwischendurch aufhängt, merkt den Unterschied schnell. Ein mittleres Gewicht ist für die meisten ein guter Kompromiss: saugfähig genug, aber bis zum nächsten Gang wieder halbwegs trocken. Wenn du ohnehin zwei Tücher mitnimmst, eines zum Unterlegen und eines zum Abtrocknen, darf das Liegetuch etwas leichter sein. Das Abtrockentuch nach dem Duschen darf ruhig flauschiger ausfallen. Häng beide Tücher zwischen den Gängen locker auf, nicht zusammengelegt über die Liege. So trocknen sie schneller.

5. Die Waschbarkeit: hohe Temperaturen vertragen

Ein Saunatuch kommt mit viel Schweiß in Kontakt. Es sollte deshalb nach jedem Saunabesuch in die Wäsche und dabei höhere Temperaturen vertragen. Schau vor dem Kauf auf das Pflegeetikett: Bei Baumwolle sind 60 Grad üblich und für Saunatücher sinnvoll. Farben sollten waschecht sein, damit sie nicht nach wenigen Wäschen verblassen oder abfärben. Lass das Tuch nach der Sauna nicht zusammengeknüllt in der Tasche liegen, sondern häng es zu Hause direkt zum Lüften auf. So bleibt es frisch, bis es in die Maschine kommt. Trockne es danach an der Luft oder im Trockner, wenn das Etikett es erlaubt. Ein Tuch, das sich leicht pflegen lässt, benutzt du auch gern.

6. Der Alltag: Transport und Aufbewahrung

Denk beim Kauf auch an den Weg zur Sauna. Ein langes Tuch braucht Platz. Eine geräumige Tasche hilft, damit Tuch, Bademantel und Schlappen nicht in drei Beuteln landen. Die frihed. Saunatasche misst 43 × 60 cm, ist aus wasserabweisendem Canvas und bietet Platz für Bademantel, zwei Handtücher, Schlappen und deinen Aufguss. Ein Innenfach und zwei Außentaschen halten Kleinkram getrennt. Für draußen, etwa an der See oder im Saunagarten, ist ein Poncho eine praktische Ergänzung zum Umziehen und Aufwärmen. Eine vollständige Packliste findest du in Saunazubehör: 10 Dinge für die Saunatasche.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Saunatuch sein?

So lang, dass du dich komplett darauflegen kannst, ohne mit den Füßen das Holz zu berühren. Rund zwei Meter passen für die meisten Menschen.

Brauche ich zwei Tücher für die Sauna?

Das ist praktisch: eines zum Unterlegen in der Kabine und eines zum Abtrocknen nach dem Duschen. So liegst du nicht auf einem nassen Tuch.

Kann ich ein normales Badetuch nehmen?

Zum Sitzen geht das. Zum Liegen ist ein normales Badetuch meist zu kurz. Wichtig ist, dass kein Körperteil das Holz berührt. Das ist eine Frage der Hygiene und der Rücksicht auf alle, die nach dir die Bank nutzen.

Weiteres Zubehör für die Sauna findest du in der Kollektion Sauna-Zubehör. Neu in der Sauna? Lies weiter im Sauna-Leitfaden für Einsteiger.